Festival del Habano 2011

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S. auch Festival del Habano 2008 und Festival del Habano 2009

Inhaltsverzeichnis

Christoph's Havanna-Notizen

Festival-Tagebuch von 5TH Avenue-Marketingleiter Christoph A. Puszkar; exklusiv für Cigar Wiki und Smokersnews.de.

21. Februar

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Guten Abend aus Havanna. Ich wollte eigentlich ja schon am Morgen schreiben, doch, wie in Kuba üblich, trifft man am ersten Tag so viele Freunde und Bekannte, dass die Stunden nur so verbeifliegen. Also stehen wir bereits am Abend des ersten Tages des 13. Festivals del Habano.

Dieses hat gut gestartet: Die Anreise ist nämlich absolut problemlos verlaufen. Die Verspätung beim Abflug unserer 5TH-Avenue-Reisegruppe von Amsterdam nach Havanna machten die Jet Streams beinahe wieder wett und auch die Zoll- und Gepäckformalitäten verliefen wie am Schnürchen. Wind, Beamten und Flughafenangestellte waren uns also freundlich gestimmt. Jeder Kubareisende weiss, dass solcherlei gelegentlich auch etwas harziger laufen kann. In diesem Sinne nehmen wir unseren quasi Traumstart als sehr gutes Omen für eine sicherlich äusserst interessante und genussvolle Festivalwoche.

Nun, was erwartet uns? Zusammen mit den Gästen des Schweizer Exklusivimporteurs Intertabak fahren unsere 5TH-Avenue-Gäste heute mit dem ehemaligen Zug des legendären – früher auch auf Kuba produzierenden – Hershey-Schokoladenkonzerns durch Zuckerrohrfelder, lassen sich von Salsa-Klängen und rhythmischen Tänzen betören, tafeln auf einer wunderschönen Finca mitten auf dem Lande – und geniessen natürlich frisch gerollte Zigarren vom bekannten Torcedor Reynaldo Gonzalez aus dem besten Tabak der Welt. Dass Letzterem wirklich so ist, werden die Gäste während dieser Woche auf ihrer Tour zu den berühmten Tabakfeldern in Pinar del Río und anlässlich der Besuche der Manufakturen Partagás und H. Upmann sowie der Vorträge und Demonstrationen an der Zigarrenmesse erfahren.

Der legendäre Eröffnungsanlass heute Abend findet im Gran Teatro de la Habana statt und wir durch ein Konzert von Leo Brouwer, Gewinners des Grammys für Lateinamerikanische Musik 2010, gekrönt. Für die zigarrentechnische Initialisierung wird Partagás mit ihrem Willkommenscocktail für die rund 1200 Festivalbesucherinnen und -besucher aus 70 Ländern verantwortlich zeichnen.

Das nächste Zigarren-Highlight wird dann die Nacht der Marke H. Upmann am Mittwoch sein, gefolgt vom Event am Donnerstagabend, das 5TH Avenue gemeinsam mit Intertabak für die Gäste aus Deutschland und der Schweiz sowie die vielen Freunde aus der kubanischen Zigarrenindustrie ausrichtet und dann selbstverständlich die grosse Abschlussgala mit der Präsentation der neuen Montecristo No. 2 Gran Reserva.

Am Morgen war ich an der Pressekonferenz zum Festival. Ich werde Morgen detailliert darüber berichten. So viel aber schon mal im Voraus: Im Jahr 2010 wurden für insgesamt 368 Millionen US-Dollar Havanna-Zigarren konsumiert. Das entspricht einem Umsatzplus von 2 Prozent gegenüber 2009. Und das trotz einschneidender Ereignisse wie Währungskrise und Rauchverbote.

Bis Morgen. Adiós, Ihr Christoph A. Puszkar.

22. Februar

Partagas Serie E No 2/Partagas Serie D No. 5

Guten Tag aus Havanna. Während unsere Reisegruppe derzeit die berühmten Tabakfelder von Pinar del Río besucht, sitze ich im legendären Garten des Hotel Nacional de Cuba, schreibe meine Notizen und geniesse das herrliche Ambiente dieses so speziellen Ortes, bevor es dann mit Sitzungen weitergehen wird.

Anlässlich der Auftaktveranstaltung haben wir gestern ein Wechselbad der Gefühle, im positiven Sinne, erlebt: Nach den Produktvorstellungen und einem sehr dynamischen 3D-Werbefilm für die neuen Habanos – es ist sehr eindrucksvoll, wenn Partagas Serie E No. 2 und Serie D No.5 im dreidimensionalen Raum herumfliegen – folgte das Konzert das Latin-Grammy-Gewinners Leo Brouwer mit (be-)sinnlichen Tönen. Ein Höhepunkt war eine Jazz-Version des Andantes aus dem Concierto de Aranjuez; ein grandioses Miteinander von Musik und Tanz.

Nach diesem hochstehenden Konzert wechselten die über 1000 Gäste in den grossen Festsaal des Gran Teatro de la Habana. „Wechseln“ bedeutete in dem Falle, dass wir alle durch das Nadelöhr einer kleinen Tür, mit entsprechender Stauwirkung, geschleust wurden. Die Stimmung blieb aber hervorragend, denn schliesslich konnte im Stau geraucht werden und zweitens ergaben sich wunderbare Gelegenheiten für Gespräche.

Oft diskutiert wurden dabei die neuen Partagas Serie E No. 2 und Serie D No.5, die uns hinter der Türe erwarten würden. Und die Gespräche, respektive die hohen Erwartungen, wurden erfüllt: Die Serie E No.2 (Vitola: Duke, Ring: 54, Länge: 140 mm) ist eine typische Partagas. Sie ist wunderschön gemacht, facettenreich und richtet sich an Liebhaberinnen und Liebhaber von kräftigen Tabaken. Die Serie D No.5 (Vitola: D No. 5, Ring: 50, Länge: 110 mm) ist ähnlich der Serie D No.4, hat aber eine entsprechend kürzere Rauchdauer. Ich freue mich auf die Markteinführung in Deutschland. Den Zeitpunkt werden wir rechtzeitig bekannt geben.

Wie in der ersten Notiz angekündigt, war ich am Montag an der Pressekonferenz. Die Repräsentanten von Habanos S.A. erklärten, dass 2010 ein sehr anspruchsvolles Jahr mit Implikationen der Währungskrise und der weltweit grassierenden Rauchverbote gewesen sei. Obwohl der wichtigste Habanos-Markt, Spanien, einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent hinnehmen musste, konnte der Gesamtumsatz gegenüber 2009 um 2 Prozent auf insgesamt 368 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Hauptverantwortlich für die Kompensation waren insbesondere die prosperierenden Märkte im Osten, in Asien und im Mittleren Osten. Diese drei Gebiete bilden neben Kanada und Südamerika denn auch Schwerpunktgebiete für das Jahr 2011. Das durch die Wirtschaftskrise und ein striktes Rauchverbot gebeutelte Spanien bleibt laut den Verantwortlichen aber Absatzmarkt Nummer Eins. Aufgeholt hat auch China. Mit einem Marktanteil von rund 8 Prozent, belegt China hinter Spanien und Frankreich neu den dritten Rang. Laut Habanos S.A. stammen (exklusive USA) übrigens rund 80 Prozent der Premium-Zigarren aus Kuba. Der während einiger Zeit kränkelnde Duty-Free-Markt hat sich 2010 erholt. Insbesondere die für dieses Segment lancierten Spezialhumidore und -zigarren haben den Turnaround verantwortet. Wichtig für die Zukunft bleiben die Habanos Specialist- und Casa del Habano-Konzepte. Per Ende 2010 waren weltweit 142 Casas in Betrieb; 15 kamen während des Jahres neu dazu.

An der Pressekonferenz wurde auch nach den laufenden Untersuchungen innerhalb von Habanos S.A. gefragt, die unter anderem zur Verhaftung des Vizpräsidenten Manuel Garcia geführt hatte. Marketing-Direktorin Ana Lopez sagte dazu, dass die Untersuchungen noch andauern und die Geschäftstätigkeit von Habanos S.A. von der Angelegenheit aber in keinerlei Art und Weise betroffen seien. Auch das starke Image der Habanos sei durch die Vorfälle nicht beeinträchtigt.

Bis Morgen. Adiós, Ihr Christoph A. Puszkar.

23. Februar

Guten Tag aus Havanna. Gestern fuhren Antonio de Dios, Habanos-Repräsentant von 5TH Avenue, und ich zu einem Treffen in die legendäre Cohiba-Manufaktur El Laguito. Ich schreibe „Treffen“ und nicht „Sitzung“, weil dadurch der Charakter solcher Meetings besser repräsentiert wird. Nun, selbstverständlich hatten wir mit dem El Laguito-Direktor Arnoldo O`Valle Geschäftliches zu besprechen. Doch diesbezüglich tastet man sich auf Kuba ja schrittweise vor. Wir trafen uns also im Besuchersalon der weltberühmten, zur Zigarrenmanufaktur umgebauten Villa mit dem imposanten Treppenaufgang, diskutierten über unsere Familien – wir kennen uns und das gegenseitige Interesse war keinesfalls gespielt – tranken einen Kaffee, rauchten eine Behike 56, genossen eine private Führung durch die ganze Anlage, kamen zurück in den Salon, begrüssten einige andere El-Laguito-Angestellte und verhandelten dann zügig und konzentriert unsere Anliegen. Ein sehr inspirierendes Geschäftstreffen a la Cubana.

Was die Cohiba-Produktion anbelangt, sahen wir unter anderem sehr viele Behikes in Arbeit. Die Nachfrage nach den vor Jahresfrist lancierten drei Formaten der Superpremiumlinie ist weltweit sehr gross. Mittlerweile ist auch genügend „Medio Tiempo“ (s. auch "Noch ein Wort zur Cohiba Behike"), die für die Behike typische vierte Tabaksorte (normalerweise bilden drei Tabaksorten die Einlage einer Zigarre), vorhanden und die Torcedores fertigen gewisse Mengen dieser weltweit gefragten Zigarren. In der Anillada-Abteilung, also beim Anbringen der Zigarrenringe, zeigte uns eine Mitarbeiterin die speziellen Bauchringe für den spanischen König. Er bezieht seine Zigarren – ausschliesslich Cohiba Lanceros und Coronas Especiales – seit Jahr und Tag bei El Laguito, versehen eben mit den individuell royalen Zigarrenringen.

Danach folgt ein Treffen mit einem alten Freund, Señor Carlos Almeida. Er führt eine der interessantesten Casas Partciulares in Havanna und vermietet Zimmer an Touristen. Mit dieser Beschreibung wäre dem überaus charismatischen 63jährigen Herrn mit den aussergewöhnlich blauen Augen aber nicht genügend Rechnung getan. Er betreibt sein Vermietungsgeschäft im Sinne der „Ehrung der Havanna-Zigarre“. Selbstredend, dass vor allem Aficionadas und Aficionados bei ihm mieten. Doch nicht nur das: Sitzt man in seinem Garten, zwischen Papageien, Singvögeln, Pfauen, Schildkröten und Eichhörnchen, kann es durchaus passieren, dass Grössen aus der Zigarrenbranche oder auch bekannte Künstler auf einen Schwatz, Rum und Smoke hereintrudeln. Carlos Almeida raucht seit er neun Jahre alt ist Zigarren, hat viele bedeutsame Stellungen in der Branche inne gehabt und kennt ohne jede Übertreibung Alle und Jeden. Als er im Jahr 1992 seine Casa Particular eröffnet hatte, war übrigens Heinrich Villiger einer seiner ersten Gäste.

Den Abend haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 5TH Avanue-Festivalgruppe mit einem herrlichen Essen in einem privat geführten Restaurant, einem sogenannten Paladares, genossen. Selbstverständlich abgeschlossen mit herrlichen Zigarren und sehr vergnüglichen Gesprächen. Dies ganz im Sinne von Señor Almeidas Leitspruch: „Zigarrengenuss schafft Freundschaft unter den Menschen.“

Heute besuche ich die internationale Habanos-Messe, lausche Vorträgen und besuche zum Abschluss den H. Upmann-Abendanlass, an dem die neue H. Upmann Half Corona vorgestellt werden wird. Sie werden darüber lesen.

Bis Morgen also. Adiós, Ihr Christoph A. Puszkar.

24. Februar

H. Upmann Half Corona

Guten Tag aus Havanna. Wie gestern erwähnt, besuchten wir am Abend die Noche de H. Upmann. Um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen an den Abend nicht am obersten Limit. Denn im Gegensatz zu den traditionellen Gala Dinners sind die Markenanlässe an den Mittwochabenden gelegentlich etwas weniger inspirierend. Doch gestern war das völlig anders: Erstens war das Essen hervorragend, zweitens wurden fantastische Zigarren gereicht und drittens wurde ein zweifelsfrei mutiges und unorthodoxes Musikrahmenprogramm geboten, das traditionelle kubanische Musiker mit einer Rockband zusammenbrachte – auf höchstem Niveau, mal sanft, mal rockig. Grandios.

Der Abend stand im Zeichen der Einführung der H. Upmann Half Corona (Vitola: Half Corona, Ring: 44, Länge: 90 mm). Habanos S.A. hatte den Anspruch ein kleines Format zu schaffen, das dem Bedürfnis kürzerer Rauchzeiten im Kontext der Rauchgesetzgebung Rechnung trägt und trotzdem das volle Aromenspektrum einer Havanna-Zigarre bietet. Kurz: Es klappt. Die leichte bis mittelstarke Zigarre ist haptisch sehr attraktiv und besticht durch eine sehr ausgewogene, gehaltvolle Tabakmischung. Ich freue mich auf die Markteinführung in Deutschland, die voraussichtlich im Sommer stattfinden wird.

Doch nicht genug mit der neuen Half Corona. Zwischen den Gängen wurden die ebenfalls im Laufe des Jahres erscheinenden H. Upmann Royal Robusto (Exklusivformat für Casas del Habano) und die Cohiba 1966 Edicion Limitada 2011 gereicht. Letztere ist eine würdige Cohiba und dem Geburtsjahr 1966 des bekanntesten kubanischen Labels gewidmet.

Vor der Abendveranstaltung hatten wir die Gelegenheit in der Manufaktur La Corona an einem Tasting für eine der beiden neuen Ediciónes Regionales Alemania 2011, also speziell für den deutschen Markt gefertigte Havannas, teilzunehmen. Unter anderem im Beisein von Christoph Wolters von der Casa del Habano Hamburg und Hans Fischer vom Cigar Wiki haben wir die Juan López Distinguidos getestet. Die Doppelfigurado (sich sowohl an Kopf wie Fuss verjüngende Zigarre) hat ein 52er Ringmass, ist 162 Millimeter lang, als mittelstark bis stark einzustufen und bietet einen authentischen, ehrlichen, wunderbaren Rauchgenuss ganz im Zeichen der grossen Tradition des Labels Juan López. Wir freuen uns ausserordentlich auf die Markteinführung der auf 30‘000 Stück limitierten Zigarre im Sommer.

Gestartet hatte der gestrige Tag mit einem äusserst interessanten Vortrag des international renommierten Havanna-Kenners Simon Chase über die Entwicklung und Rolle der Aluminium-Tubos. Warum dieses Thema? Laut Simon Chase werden in England rund 45 Prozent aller Zigarren in Tubos verkauft; Tendenz steigend. Angefangen hat alles mit der Idee des so gewieften wie unorthodoxen englischen Geschäftsmannes Waldo Braden, der den Tubo für die H. Upmann Singulares gegen alle Widerstände der damaligen Branchenführer lancierte und 1933 patentieren liess. 1939 folgte mit Punch der erste Mitbewerber mit einem Alu-Tubo. Den Marktdurchbruch erfolgte mit der Einführung der Cohiba Siglo VI im Tubo. Das neue Design, gepaart mit einer hervorragenden Zigarre, wurde ein weltweiter Erfolg und sorgte für eine schnelle Weiterentwicklung bis hin zu den einleitend erwähnten hohen Tubos-Marktanteilen heute.

Heute besucht die 5TH Avenue-Reisegruppe die Manufakturen H. Upmann und Partagás. Den Abend beschliessen wir dann gemeinsam mit den Schweizer Freunden von Intertabak am traditionellen Deutsch-Schweizer-Abend.

Mehr dazu morgen. Adiós, Ihr Christoph A. Puszkar.

25. Februar

Guten Tag aus Havanna. Die Festival-del-Habano-Besuche sind für uns Angestellte der Exklusiv-Import-Gesellschaften immer auch verbunden mit vielen Treffen und Arbeitsmeetings. Nirgendwo und nirgends sind alle relevanten Ansprechpersonen und internationalen Kolleginnen und Kollegen so gut anzutreffen, wie an der Festivalwoche. Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen dieses Festivalaspekts. „Da fährt er nach Havanna und ‚vergeudet‘ den Tag mit Sitzungen?“, mag sich jetzt die eine oder der andere fragen. Nun, selbstverständlich wird auch an Business-Meetings in Havanna inhaltlich konzentriert und gelegentlich auch kontrovers diskutiert. Der Rahmen ist aber immer sehr sozial und von grossem gegenseitigem Respekt gezeichnet. Und am Rande bemerkt: Selbstverständlich ist es kein Thema, ob während den Meetings oder den Arbeitsessen geraucht werden darf. Logisch, darf man. Immer brennen Zigarren. Alles in allem sind solche Treffen meines Erachtens also keinesfalls als Belastung, sondern vielmehr als Bereicherung zu empfinden.

Der Abend stand dann ganz im Zeichen schweizerischer, deutscher und kubanischer Freundschaft. Der Donnerstagabend am Festival heisst zwar traditionellerweise „Deutsch-Schweizer-Abend“, er gehört aber mindestens ebenso gleichwertig auch unseren kubanischen Freundinnen und Freunden. Die Veranstaltung bietet uns Importgesellschaften – 5TH Avenue für Deutschland und Intertabak für die Schweiz – nämlich die Gelegenheit, uns bei den kubanischen Geschäftspartnern von Habanos S.A. und weiteren zigarrenrelevanten Organisationen für ihren Einsatz zu Gunsten unserer Heimmärkte zu bedanken. Gestern fand dieser Deutsch-Schweizer-Kuba-Abend in einer herrlichen Outdoor-Lokalität am Stadtrand von Havanna statt. Kaum eingetreten, verzauberten Akrobatinnen und Akrobaten die Gäste. Dann ging es in den nächsten Bereich der Anlage, eingerahmt von sattem Grün, in dem das Essen serviert wurde. Zu guter Letzt kamen wir in den Genuss fantastischer Livemusik und beeindruckender Tanzeinlagen – von Showgruppen und von Gästen. Gelegentlich waren übrigens mehrere Direktoren von Zigarrenmanufakturen mit ihren Partnerinnen gleichzeitig beim Salsa zu bestaunen. Ein grandioses Bild, ein wunderbarer Abend und selbstverständlich begleitet von tollen Zigarren.

Apropos Outdoor-Location. Dieses Jahr war das eine sehr gute Wahl. Während an früheren Festivals schon Regen und Temperaturen von maximal 15 Grad zu verzeichnen waren, herrscht dieses Jahr absolut fantastisches Wetter. Jeden Tag Sonne, Temperaturen bis zu 30 Grad und angenehme 20 Grad am Abend. Perfekt also auch dieser Aspekt des XIII. Festival del Habanos – das heute Abend leider schon zu Ende gehen wird. Mehr zur legendären Abschlussgala dann morgen.

Adiós, Ihr Christoph A. Puszkar.

26. Februar

Montecristo No. 2 Gran Reserva

Guten Tag aus Havanna. Das XIII. Festival del Habano ist zu Ende. Den Abschluss bildete wie gewohnt die Noche de Gala mit über 1000 zigarrenbegeisterten Besucherinnen und Besuchern. Die gestrige Austragung stand im Zeichen der Marke Montecristo. Design, Musik, Tanz und natürlich auch die Zigarrenauswahl wurden Montecristo und dem weltberühmten Roman von Alexandre Dumas gewidmet. Letzteres, weil der „Graf von Montecristo“ für die Namensgebung verantwortlich war. Das kam so: Noch heute wird den Rollerinnen und Rollern (Torcedores) und den Rollsälen (Galeras) während der Arbeit vorgelesen. Weil der „Graf von Montecristo“ und andere Klassiker so beliebt waren, entstanden Labels wie eben Montecristo, Romeo y Julieta und einige andere, die heute nicht mehr geführt werden.

Doch zurück zu Gala: Obwohl mit der fantastischen Montecristo No. 2 Gran Reserva Cosecha 2005 (aus den besten im Jahr 2005 geernteten Tabaken gefertigt) die zweite Gran Reserva in der Geschichte von Habanso S.A. lanciert und verköstigt wurde, feierten wir einen anderen Höhepunkt: Dr. Maximilian Herzog, zweifellos einer der bekanntesten Zigarrenfachhändler Deutschlands, wurde dank seiner enormen Verdienste um die Havanna-Zigarre als Hombre del Habano 2010 ausgezeichnet. Dieser „Oscar der Zigarrenbranche“ hat selten einen Würdigeren getroffen. Ich gratuliere an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich. Selbstverständlich haben wir mit dem Hombre del Habano vor Ort schon gebührend angestossen und gefeiert.

Der traditionelle Abschluss der Gala, die Versteigerung reich bestückter und verzierter Humidore zu Gunsten karitativer Einrichtungen in Kuba, brachte folgende Ergebnisse:

Mit dieser sechsten Notiz endet meine Berichterstattung aus Havanna für dieses Jahr. Wir erlebten ein sehr gut organisiertes, äusserst interessantes Festival mit vielen inhaltlichen und zigarrentechnischen Höhepunkten. Die neuen Zigarren haben mich allesamt sehr überzeugt und ich freue mich auf die Einführung im deutschen Markt im Verlaufe dieses Jahres. Zur Erinnerung noch einmal alle (exklusive Regionalausgaben) Lancierungen 2011 auf einen Blick:

Ich bedanke mich sehr für Ihre Aufmerksamkeit, verabschiede mich und freue mich schon auf das XIV. Festival del Habano 2012.

Adiós aus Havanna, Ihr Christoph A. Puszkar.

Habanos S.A.

Habanos S.A., weltweiter Marktführer bei Premiumzigarren, vertreibt Habanos in Kuba und in über 150 Ländern weltweit in allen fünf Kontinenten. Das Produktportfolio umfasst 27 Marken, die wichtigsten unter ihnen: Cohiba, Montecristo, Romeo y Julieta, Partagás, Hoyo de Monterrey, H. Upmann, Punch, San Cristóbal de la Habana, Trinidad, Cuaba und Vegas Robaina.

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