Humidor

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Die meisten Humidore, die im Handel zu erwerben sind, sind nach dem gleichen Konstruktionsprinzip aufgebaut: Die Wände bestehen aus einem verzugsfreien Schichtpressstoff, beispielsweise einer Mitteldichten Faserplatte (MDF); das Äussere wirbt entweder mit einer farbigen Lackierung oder einem aufgelegten und klarlackierten Furnier; im Inneren schließlich sind die Flächen mit einem weniger als ein Millimeter dünnen Furnier aus Spanischem Zedernholz beklebt. In grösseren Humidoren ist nicht selten noch ein Tablett als zweite Etage eingesetzt sowie der passive Befeuchter und das unvermeidliche Hygrometer im Deckel plaziert. Das ist es dann auch schon.
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Die meisten Humidore, die im Handel zu erwerben sind, sind nach dem gleichen Konstruktionsprinzip aufgebaut: Die Wände bestehen aus einem verzugsfreien Schichtpressstoff, beispielsweise einer Mitteldichten Faserplatte (MDF); das Äussere wirbt entweder mit einer farbigen Lackierung oder einem aufgelegten und klarlackierten Furnier; im Inneren schließlich sind die Flächen mit einem weniger als ein Millimeter dünnen Furnier aus [[Spanische Zeder|Spanischem Zedernholz]] beklebt. In grösseren Humidoren ist nicht selten noch ein Tablett als zweite Etage eingesetzt sowie der passive Befeuchter und das unvermeidliche Hygrometer im Deckel plaziert. Das ist es dann auch schon.
Ein guter Humidor muß keinesfalls ein Vermögen kosten. Bedenken Sie: Die Kosten eines Humidors der preislichen Spitzenklasse werden zu einem Grossteil von seiner Oberfläche bestimmt. Ein edles Furnier, zwanzig Schichten Polyesterlack von Hand auspoliert – das erfordert nicht nur Handarbeit, sondern auch eine Unmenge von Zeit. Wir wollen hier bewusst nicht auf das äussere Gestaltungs- und Erscheinungsbild eines Humidors eingehen – schöne Humidore gibt es viele, doch es gilt, unter all den ansprechenden Behältnissen diejenigen herauszufiltern, welche auch tatsächlich funktionieren.
Ein guter Humidor muß keinesfalls ein Vermögen kosten. Bedenken Sie: Die Kosten eines Humidors der preislichen Spitzenklasse werden zu einem Grossteil von seiner Oberfläche bestimmt. Ein edles Furnier, zwanzig Schichten Polyesterlack von Hand auspoliert – das erfordert nicht nur Handarbeit, sondern auch eine Unmenge von Zeit. Wir wollen hier bewusst nicht auf das äussere Gestaltungs- und Erscheinungsbild eines Humidors eingehen – schöne Humidore gibt es viele, doch es gilt, unter all den ansprechenden Behältnissen diejenigen herauszufiltern, welche auch tatsächlich funktionieren.

Version vom 22. März 2009, 11:09 Uhr

Artikel in Arbeit

Safe.jpg

Ein antiker Safe-Humidor aus dem Hause Döttling Luxury Safes

Ein Humidor (humidus: lat. "feucht"), soll Zigarren bei einer relativen Luftfeuchte von rund 70 Prozent beherbergen, soll witterungsbedingte Feuchteschwankungen der Umgebung möglichst gut kompensieren, und er soll die Zigarren in ihrem Reifungsprozess unterstützen – was nichts anderes bedeutet: Die Aromen des Tabaks sollen möglichst lange erhalten bleiben, mehr noch, der Aromenumbau von einfacheren in komplexere Aromen soll unterstützt respektive nicht gefährdet oder verändert werden.

Die im Cigar Wiki beschriebenen Details der richtigen Lagerung im passenden Humidor basieren auf dem Know-how des international renommierten Spezialisten Marc André, Geschäftsführer von DER HUMIDOR und gefragter Referent zur Thematik. Die Texte basieren unter anderem auf Marc Andrés Texten, die er für das Fachmagazin Cigar Clan verfasst hat.

Inhaltsverzeichnis

Tischhumidore

Wer einen Tischhumidor nach rein optischen oder preislichen Gesichtspunkten auswählt, geht ein grosses Risiko ein. Schlechte Humidore gibt es viele im Markt. Sie zeichnen sich durch folgende Mängel aus:

Konstruktionsgrundlagen

Die meisten Humidore, die im Handel zu erwerben sind, sind nach dem gleichen Konstruktionsprinzip aufgebaut: Die Wände bestehen aus einem verzugsfreien Schichtpressstoff, beispielsweise einer Mitteldichten Faserplatte (MDF); das Äussere wirbt entweder mit einer farbigen Lackierung oder einem aufgelegten und klarlackierten Furnier; im Inneren schließlich sind die Flächen mit einem weniger als ein Millimeter dünnen Furnier aus Spanischem Zedernholz beklebt. In grösseren Humidoren ist nicht selten noch ein Tablett als zweite Etage eingesetzt sowie der passive Befeuchter und das unvermeidliche Hygrometer im Deckel plaziert. Das ist es dann auch schon.

Ein guter Humidor muß keinesfalls ein Vermögen kosten. Bedenken Sie: Die Kosten eines Humidors der preislichen Spitzenklasse werden zu einem Grossteil von seiner Oberfläche bestimmt. Ein edles Furnier, zwanzig Schichten Polyesterlack von Hand auspoliert – das erfordert nicht nur Handarbeit, sondern auch eine Unmenge von Zeit. Wir wollen hier bewusst nicht auf das äussere Gestaltungs- und Erscheinungsbild eines Humidors eingehen – schöne Humidore gibt es viele, doch es gilt, unter all den ansprechenden Behältnissen diejenigen herauszufiltern, welche auch tatsächlich funktionieren.

Spanisches Zedernholz

Jedes Material, welches das Aroma des Tabaks beeinflusst, ist nicht wünschenswert. Tabak nimmt Fremdaromen unglaublich schnell auf – und gibt sie nur sehr langsam wieder ab. Wer einmal an einer Zigarre gerochen hat, die in der Umgebung eines aromatischen Holzes gelegen hat, der kann leicht nachvollziehen, welch starken Einfluss dominante Fremdaromen auf eine Zigarre haben. Kanadische Zeder, Libanonzeder und Western Red Cedar gehören zu solchen Hölzern, die geradezu dafür prädestiniert sind, feine Tabakaromen gänzlich zu überdecken.

Legen wir die Zigarren dagegen in einen Humidor, der mit Spanischer Zeder ausgekleidet ist, dann beobachten wir etwas sehr Interessantes. Trotz des Aromareichtums der Spanischen Zeder riechen die Zigarren auch noch nach Jahren so, wie sie zum Zeitpunkt der Einlagerung gerochen haben. Die Tabakaromen bleiben sämtlich erhalten – ja, sie entfalten sich sogar noch. Die Aromen des Tabaks und die im Spanischen Zedernholz enthaltenen Aromata sind sich sehr ähnlich. Das begründet auch die Harmonie der beiden Komponenten.

So gut dieses Holz den Tabak unterstützt, so schlecht ist seine Eigenschaft, hin und wieder "auszuharzen", also an seiner Oberfläche klebrige Stellen hervorzubringen.

Humidor harz.jpg

Bildquelle: Marc André

Genau genommen handelt es sich hier nicht um Harz, sondern um eine kautschukähnliche Verbindung aus Arabinose, Galaktose und Xylose. Bleiben wir jedoch der Einfachheit halber bei dem Begriff "Harz". In unserem Fall sind darin jene im Holz wirksamen Geruchskomponenten enthalten, die eine so hohe Affinität zum Tabak haben. Mitunter führt besagtes Ausharzen zu einem wenig nützlichen Tun: Weil die Flecken an der Holzoberfläche nicht unbedingt dekorativ zu nennen sind, werden die Furniere aus Spanischer Zeder häufig mit Aceton ausgewaschen. Nach dieser Prozedur harzt sicher nichts mehr aus – und genauso sicher sind alle wichtigen Aromen nicht mehr vorhanden. Zwar ist der Humidor nach wie vor mit Spanischer Zeder ausgekleidet, aber dieser Umstand kann lediglich als Verkaufsargument herhalten – die Lagerungsqualität ist praktisch dahin. Um den beschriebenen Unannehmlichkeiten vollends aus dem Weg zu gehen, wird bei der Auskleidung manchmal gänzlich auf Spanische Zeder verzichtet oder das Innere gewachst oder lackiert. All das dient zwar der Vereinfachung, nicht aber dem Wohl der Zigarren, die in solchen Kisten zu liegen kommen.

Es spielt jedoch nicht nur das verwendete Holz, sondern auch die Dicke der Auskleidung eine entscheidende Rolle. Wenn auf einer MDF-Platte ein 0,7 Millimeter starkes Furnier aufgeklebt ist, dann kann das Spanische Zedernholz zwei wichtige Funktionen im Humidor nicht übernehmen: Es kann weder auf Dauer den Aromenerhalt gewährleisten, noch kann es als Feuchtepuffer dienen, da sich hinter den 0,7-Millimeter-Furnier eine Leimschicht befindet, die wie eine Dampfsperre wirkt.

Ein guter Humidor sollte einen Korpus haben, dessen Holz sich möglichst nicht verziehen kann (das darf durchaus MDF, auch Multiplex sein) und im Inneren über eine Auskleidung von 5 bis 7 Millimetern unbehandelter, geschliffener Spanischer Zeder verfügen. Um beim eventuellen Ausharzen ein Festkleben der Zigarren am Holz zu verhindern, sollte das Spanische Zedernholz im Inneren des Humidors wiederum mit einem geruchlosen Furnier (Mahagoni, Gabun) belegt sein. Danach werden in dieses "Sandwich" senkrechte Schlitze an der Vorder- und Rückseite des Humidors gefräst, die so tief sind, daß sie in das Zedernholz hineinreichen. Diese Schlitze sorgen bei den gelagerten Zigarren für eine freie Entfaltung der Aromen, dienen gleichzeitig aber auch als Führungen für Unterteilungsbrettchen im Humidor. Selbst wenn in den Schlitzen "Harz" austreten sollte, kommen die Zigarren nicht mit der klebrigen Masse in Berührung. Die Schlitze mögen zwar etwas ungewohnt aussehen, aber diese Ausführung ist dennoch die intelligenteste bei der Konstruktion eines Humidors.

Tablarbretter

Größere Tischhumidore, deren Befeuchter mittels eines Magnetstreifens im Deckel angebracht sind, verfügen häufig über eine zweite Etage in Form eines herausnehmbaren, gelochten Tabletts. Dieses Tablett bzw. Tablarbrett schließt meist bündig zur Oberkante des Humidorkorpus. Das Ergebnis solch einer Konstruktion treibt dem Cigarrenliebhaber allerdings Tränen in die Augen: Zum einen sind die Cigarren, die auf dem Tablarbrett liegen, aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zum Befeuchter schon nach kurzer Zeit weich und matschig, während die feuchte Luft gar nicht dorthin gelangen kann, wo die meisten Cigarren liegen, nämlich unten im Humidor. Solch eine Konstruktion – leider tausendfach anzutreffen – macht absolut keinen Sinn.

Wenn schon ein derartig konstruierter Humidor über ein Tablarbrett verfügt, dann dürfen auf diesem Tablett keine Cigarren liegen, und zudem sollte der Boden des Tablarbretts in diesem Bereich wie ein Sieb aussehen, also maximale Öffnungsfläche haben, damit sich die feuchte Luft wie durch einen Schacht im Humidor fortbewegen kann. Tablarbretter sollten jedenfalls so gebaut sein, daß der Besitzer des Humidors genötigt wird, Platz zu verschenken – er darf direkt unter dem Befeuchter einfach keine Cigarren lagern können.

Befeuchter

Ein klassischer passiver Befeuchter besteht aus einem Metall- bzw. Kunststoffgehäuse, in dem sich ein Speichermedium für destilliertes Wasser befindet. Hierbei handelt es sich in der Regel um Schäume oder Schwämme, Acrylpolymere oder Bimssteine. Diese Medien speichern das Wasser und sollen es – angeblich – »kontrolliert« an die Umgebung abgeben. Wie diese »Selbstregulierung« vor sich geht, ist bis heute ein Geheimnis …

Warum verdunstet Wasser auf der Straße nach einem Regenguß relativ schnell? Weil die Umgebungsfeuchte geringer ist als unmittelbar über der Wasseroberfläche. So wie die Pfütze nicht aufhört zu verdunsten, wenn es aufgehört hat zu regnen, so hört auch ein passiver Befeuchter nie auf, Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abzugeben. Bis zum bitteren Ende. Es kommt zum Dilemma: Herrscht im Inneren des Humidors eine zu hohe Feuchtigkeit, besteht bei den Cigarren die Gefahr der Schimmelbildung; dieser Gefahr kann zwar durch Öffnen des Humidors – etwa fünf Minuten am Tag –begegnet werden, aber so können die Cigarren nicht ihr Aromenspektrum ausschöpfen bzw. werden sogar an Aroma verlieren.

Elektronischer Befeuchter

Der einzige Ausweg aus dem angesprochenen Dilemma ist ein Befeuchter, der tatsächlich die Feuchtigkeit im Humidor mißt, reguliert und die Wasserverdunstung bei Erreichen von circa 70 Prozent Relativer Luftfeuchte unmittelbar stoppt. Zudem sollte der Befeuchter auch noch die Luft im Humidor regelmäßig umwälzen, und zwar auch dann, wenn keine zusätzliche Feuchtigkeit im Humidor benötigt wird. Das einzige bekannte System, das diesen Anforderungen gerecht wird, ist das elektronisch geregelte Befeuchtungssystem ›Hydrocase‹. Beim Einsatz des ›Hydrocase‹ kann ein Humidor, der beispielsweise im Ferienhaus steht, über vier Monate geschlossen bleiben – die Gefahr einer Überfeuchtung besteht dabei nicht. Perfekter lassen sich Cigarren nicht lagern.

Hygrometer

Nahezu alle Standard-Hygrometer, die für Humidore konzipiert sind, messen meist nicht das präzise, was sie messen sollen, nämlich die Relative Luftfeuchte. Wenn Sie Ihren Humidor allerdings elektronisch befeuchten, brauchen Sie sowieso kein Hygrometer, weil es in der Sensorik des Befeuchters schon eingebaut ist. Wenn Sie weiterhin passiv befeuchten wollen, dann sollten Sie ein synthetisches Haarhygrometer verwenden. Solch ein Gerät liefert wenigstens ansatzweise präzise Werte – »ansatzweise« deshalb, weil Sie hier mit einem Meßfehler von circa 5 Prozent rechnen müssen, vorausgesetzt, das Gerät ist perfekt kalibriert. Außerdem müssen Sie das Gerät regelmäßig nachkalibrieren – ansonsten orientieren Sie sich an völlig falschen Werten. Von kostengünstigen digitalen Hygrometern (bis ca. 70 Euro) ist dagegen abzuraten, da sie nicht langzeitkonstant sind, das heißt, ihre Präzision läßt im Laufe der Monate nach. Abweichungen von bis zu 20 Prozent sind dabei keine Seltenheit. Wirklich präzise digitale Hygrometer sind nicht unter 200 Euro zu haben, ähneln eher einem Handfunkgerät als einer Meßuhr und passen auch nicht in einen Humidor. Setzen Sie also entweder ein präzises synthetisches Haarhygrometer ein, oder befeuchten Sie gleich elektronisch.

Fazit Tischhumidor

Die Wirkungskette der Probleme sieht folgendermaßen aus: Falsche Humidorkonstruktion und passive Befeuchter begründen das Erfordernis, regelmäßig den Humidor zu lüften. Das wiederum wirkt sich nachteilig auf die Aromenentfaltung der Cigarren aus. Wird dagegen nicht gelüftet, so kommt es zur Überfeuchtung und bei den Cigarren zur Gefahr der Schimmelbildung.

Ein Humidor muß intelligent konstruiert sein und eine Luftzirkulation ermöglichen. Da Luft nicht von alleine zirkuliert, muß aktiv für Zirkulation gesorgt werden, damit Trockenzonen und Feuchtenester im Humidor verhindert werden. Die Befeuchtung muß hundertprozentig bedarfsgerecht sein, das heißt, unter 70 Prozent Relativer Luftfeuchte wird Feuchtigkeit aus dem Befeuchter abgegeben, während bei Erreichen der 70 Prozent die gesamte Verdunstung des Befeuchters auf Null reduziert wird. Ein Überfeuchten ist damit ausgeschlossen.


Ein guter Humidor zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er eine konstante (tropische) Luftfeuchtigkeit im Inneren halten kann. So behalten die Zigarren ihr volles Aroma und können auch über Jahre gelagert werden.

Montecristo B Humidor.jpg

Humidor Montecristo "B"; Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH

Die nicht unbedingt luftdicht schliessenden Kisten sind zumeist mit dem Holz der panischen Zeder ausgeschlagen, was einerseits die Reifung und Aromaentwicklung einer Zigarre unterstützt und andererseits Schädlinge wie Milben und Tabakkäfer abhält. Das Holz der Spanischen Zeder trägt auch dazu bei, die Luftfeuchtigkeit im Inneren des Humidors konstant zu halten, da dieses Holz Feuchtigkeit sehr gut aufnehmen kann. Die Luftfeuchtigkeit wird ausserdem durch Befeuchtungssysteme gewährleistet. Sie basieren entweder auf Schwämmen oder Acrylpolymeren und geben die aufgenommene Feuchtigkeit langsam an die Umgebung ab. Zur Anzeige der Luftfeuchtigkeit verwendet man einen Hygrometer. Die Luftfeuchtigkeit in Humidoren kann man auch mit einem elektrischen Befeuchter einstellen, das durch einen Hygrostat gesteuert wird.

Es hält sich hartnäckig der Glaube, dass Propylenglykol als Beigabe zum Befeuchtungswasser aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaft den Dampfdruck im Verdampfer optimal einstellt. Dies stimmt nicht, Propylenglykol ist jedoch ein guter Schimmelunterdrücker und verändert das Aroma der Zigarren nicht. Auch verbrennt es nicht krebserregend wie z.B. Benzoesäure.

Bildquelle: Premium-cigars.ch

Als einfache Methode der Befeuchtung wurden gute Ergebnisse mit einer Wasserschale und Kochsalz erzielt. Eine gesättigte Kochsalzlösung besitzt die Eigenschaft, ihre Umgebung über einen sehr grossen Temperaturbereich hinweg auf einer konstanten relativen Luftfeuchte von 75 % zu halten. Diese Methode empfiehlt sich jedoch nur bei Humidoren, die nicht luftdicht abschliessen. Ausserdem ist eine regelmässige Kontrolle der Salzlösung erforderlich.

Die Grösse von Humidoren reicht vom kleinen Reisehumidor über kleinere Kisten und Schränkchen bis zum grossen, begehbaren Humidor (Klimaraum) in Zigarrenfachgeschäften.

Humidore müssen vor der Benutzung vorbereitet werden, damit das Innenholz Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dieser Prozess benötigt einige Tage.

Nicht alle Zigarren müssen feucht gehalten werden. Viele Zigarren in Tubos können ohne Beeinträchtigung wochenlang bei ca. 20 °C gelagert werden. Für kubanische oder ähnliche Zigarren (in der Regel Longfiller) ist ein Humidor jedoch Voraussetzung. Für zwischenzeitliche Aufbewahrung kann man sich mit einigen Euro Materialaufwand selbst einen Humidor bauen, der die Zigarren bis zum Konsum bzw. bis zur Lagerung in einem "richtigen" Humidor frisch hält.

Quellen & Links

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